Biografisches
Anke Engelsmann wird in Castrop-Rauxel geboren. Von 1974 bis 1978 studiert sie Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.
Zweijähriges Engagement am Theater der Jugend in München/Münchner Kammerspiele. 1980 geht sie für drei Jahre nach Paris, wo sie ein Jahr an der "Ecole du Cirque et du Mime" studiert und danach mit freien französischen Theatergruppen arbeitet.
1984 kehrt sie nach Deutschland zurück und ist von 1985 bis 1990 bei der Bremer Shakespeare Company engagiert. Sie spielt - meist in mehreren Rollen - in KOMMÖDIE DER IRRUNGEN (1985), HEINRICH IV./V. (1986), WAS IHR WOLLT (1987), DAS WINTERMÄRCHEN (1987-1997 insgesamt 400 mal), TROILUS UND CRESSIDA (1988), MACBETH (1989) - alles Inszenierungen von Rainer Iwersen und Chris Alexander.
Zusammen mit Kollegen der Bremer Shakespeare Company gründet sie 1990 das TAB (Theater Aus Bremen). Weitere "Bremer Fassungen" entstehen: DIE ODYSSEE, MASS FÜR MASS, DIE BERÜHMTE TRAGÖDIE DES REICHEN JUDEN VON MALTA. Nach zwölf Jahren geht sie zu Claus Peymann ans BE (Berliner Ensemble). Sie spielt unter anderem in seinen Inszenierungen von Brechts DIE MUTTER, DIE HEILIGE JOHANNA DER SCHLACHTHÖFE (beide 2003), MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER (2005), in der Uraufführung von Peter Handkes UNTERTAGBLUES (2004) und in Max Frischs ANDORRA (2005). Auch in Robert Wilsons Inszenierungen ist sie zu sehen: 2003 in Büchners LEONCE UND LENA, 2005 in Shakespeares WINTERMÄRCHEN und seit September 2007 in Brecht/Weills DREIGROSCHENOPER.
2004 spielt sie in Christa Wolfs KASSANDRA und 2005 im Tucholsky-Abend WIR NEGATIVEN!, 2006 ist sie in der Uraufführung von Botho Strauß' SCHÄNDUNG dabei und 2007 in Schillers WALLENSTEIN. Seit November 2007 spielt sie mit Martin Wuttke in George Taboris PFFFT ODER DER LETZTE TANGO AM TELEFON. Ab Januar 2008 ist sie in HELENE, MAX & CO. zu sehen, einem Wilhelm Busch Abend.
Im Februar 2008 folgte die Lesung VENUS UND ADONIS von Shakespeare. Seit März 2008 spielt sie wieder an der Seite von Martin Wuttke in GRETCHENS FAUST. Seit Oktober 2008 spielt/singt sie in der Operette LA PÉRICHOLE von Jacques Offenbach eine der 3 Kusinen (Regie: Th.Schulte-Michels), gefolgt von einer der 3 Jungfern in DOÑA ROSITA ODER DIE SPRACHE DER BLUMEN von F. Garcia Lorca (Regie: Thomas Langhoff) ab Februar 2009.
Ihre 30. Premiere im April 2009 ist die Robert Wilson Inszenierung SONETTE von Shakespeare, die Musik hat Rufus Wainwright komponiert. Die Produktion wurde von arte/ZDF aufgezeichnet.
Das Jahr 2010 beginnt für sie mit NACHTASYL von Maxim Gorki (Regie: Th.Langhoff).
Aktuelle Termine des BE mit Anke Engelsmann finden Sie auf der Homepage des BE: www.berliner-ensemble.de